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Die Giroud Olma AG


Während der Firmengründer Louis Giroud in der vorelektrischen Zeit sich auf Maschinen- und Apparatebau konzentrierte, fokussiert sich die „heutige“ Giroud Olma auf die Entwicklung von Immobilien.

Geschichte

Mit dem Gründungsjahr 1866 blickt unser Unternehmen auf eine lange und stolze Geschichte.

1866

Der 1840 geborene Berner Louis Giroud gründete 1866 in Olten die Firma Louis Giroud. Sein Ingenieurbüro erstellte technische Gutachten, Kostenvoranschläge, Expertisen und Entwürfe.

1868

Eineinhalb Jahre später stellte er nach der Vergrösserung seiner mechanischen Werkstätte auch Wasserleitungen und Wasserturbinen, Dampfkessel und Dampfmaschinen, Dampfwäschereien, hydraulische Aufzüge, Kräne aller Art, Transmissionsanlagen sowie Bandsägen für Holz her.

Louis Giroud
Louis Giroud
Firmengründer Louis Giroud (geb. 1840, gest. 1919) studierte am Politechnikum Zürich Maschinenbau. Sein Wirken war für die wirtschaftliche Entwicklung Oltens von grosser Bedeutung.

1874

Im Jahr 1874 begann seine Maschinenfabrik als erste in der Schweiz mit der Fabrikation von Armaturen, Apparaten und Maschinen für Gaswerke, Brech- und Sortieranlagen für Kohle und Koks.

1884

Zehn Jahre später kamen Signalanlagen für Bahnen, Maschinen für die Ziegeleiindustrie, Drehscheiben und Webstühle hinzu. Die Gaswerkausrüstung wurde zu einem Spezialbereich dieses Unternehmens.

1899

Am 1. April 1899 machte Louis Giroud aus seiner Einzelfirma die Aktiengesellschaft Maschinenfabrik von Louis Giroud, deren Direktor er wurde. Alfred Rothenbach aus Bern stand ihr als Präsident des Verwaltungsrates vor. Das Aktienkapital wurde auf 250 000 Franken festgesetzt. Die wichtigsten Bereiche der Aktiengesellschaft waren die Herstellung von Material für die Eisenbahnindustrie und Gaswerke sowie Eisenkonstruktionen.

1910

Die spätere Partnerin Olma AG wurde am 12. August 1910 als «Aktiengesellschaft Maschinenfabrik Landquart» in Landquart gegründet. Sie entstand aus der «Maschinenfabrik Gebrüder Wälchli und Co.», ebenfalls in Landquart.

1917

Im Februar 1917 verlegte die Maschinenfabrik Landquart ihren Sitz nach Olten. Die Von Rollschen Eisenwerke stellten die Fabrikliegenschaft und den Geleiseanschluss mietweise zur Verfügung.

1919

In diesem Jahr beschloss die Generalversammlung eine Namensänderung in «AG Olma Landquarter Maschinenfabrik Olten». Nach dem Tod von Louis Giroud am 19. Dezember 1919 übernahmen dessen Sohn Oskar Giroud und Otto Meister gemeinsam die Leitung des Unternehmens.

1935

1935 kaufte die Giroud AG die ebenfalls in Olten ansässige Waagenfabrik Studer AG und integrierte sie in die Firma

1939

Nach und nach ging das Aktienkapital der Giroud AG an die Von Rollschen Eisenwerke über, die das Unternehmen 1939 vollständig übernahmen.

1961

Die bereits in den 20er-Jahren diskutierte Fusion zwischen der Giroud AG und der Olma AG wurde 1961 doch noch verwirklicht. Bereits per 1. Januar 1957 ging die Produktion der Olma an die Giroud über, die Fusion fand jedoch erst auf den 1. Januar 1961 statt. Die neue Firma hiess Giroud-Olma AG.

1977

1977 trennte sich die Von Roll AG von ihrer Tochterfirma Giroud-Olma AG und verkaufte deren gesamtes Aktienpaket an das zur Familie Jung gehörende Rapperswiler Engineering-Unternehmen Foundry Design Corporation (Europe). Damit wurde die Giroud-Olma AG wieder zu einem Familienunternehmen.
 

Traditionelle Produktelinien wie Schneckenpumpen oder hydraulische Anlagen wurden infolge veränderter Marktverhältnisse stark abgebaut oder ganz aufgegeben. Neu konzentrierte sich das Unternehmen auf den Gross- bzw. Schwerapparatebau und wurde zum reinen Fabrikationsbetrieb umgebaut. Mit der Übernahme von Produktelinien anderer Firmen orientierte sich das Unternehmen neu.

Werner Jung
Werner Jung
Werner Jung war als Giesserei-Ingenieur weltweit tätig. 1977 übernahm er kriselnde Giroud Olma von der Von Roll Gruppe.

1980 - 1990

Ab anfangs der 80-er Jahre wurde auf dem Firmengelände mit dem Bau einer grösseren Anzahl von Verkaufs-, Schulungs- und Geschäftsbauten begonnen, welche 2003 mit dem Bau des Einkaufzentrums „Sälipark“ einen ersten Höhepunkt gefunden hat. Zuvor konnten diverse – bis anhin industriell genutzte – Gebäude umgenutzt werden; so fand zum Beispiel das kantonale Lehrlingsturnen der Region Olten eine neue Heimat auf dem Areal der Giroud Olma.

2003

Im neuen Jahrtausend ist die Giroud Olma AG ein reines Immobilienunternehmen geworden. Der Bereich Technik der Giroud Olma AG wurde per 1. April 2003 in die Firma Acutronic Olten GmbH ausgegliedert, eine selbständige Tochterfirma des Hightech-Unternehmens Acutronic Schweiz AG. Das Unternehmen produziert im zürcherischen Bubikon Simulatoren für die Luft- und Raumfahrtindustrie. Bis ins Jahr 2015 gehörte die Acutronic Gruppe mehrheitlich zur Familie Jung.

2008

Beginn des Entwicklungsprojekts „Turm von Olten“ unter der Führung des Stararchitekten Remo Riva aus Hong Kong. Das von der Giroud Olma lancierte Projekt eines «Turms von Olten» liegt zentral in der Nähe von Bahnhof und Aare. Der rund 110 Meter hohe Turm gelangt jedoch aufgrund politischen Widerstands nicht zur Umsetzung. Anstelle eines einzelnen Hochhauses plante nun der ETH-Städteplaner Professor Kees Christiaanse (KCAP) ein Projekt mit „Clustern“ von mehreren Wohntürmen zwischen 50 und 100 Metern. Es wird als längerfristiges Projekt betrachtet.

Turm von Olten
Turm von Olten

2014 bis heute

Die Giroud Olma AG plant das Neubauprojekt „Sälipark 2020“ als Erweiterung des Einkaufszentrums Sälipark. Das Gebäude beinhaltet neben dem Einkaufs- und Begegnungszentrum rund 70 urban gestaltete Mietwohnungen. Das Projekt befindet sich in Planung; der dazu notwendige Gestaltungsplan wurde Ende 2016 aufgelegt. Zuvor wurde die Oltner Bevölkerung im Sommer 2016 mittels einer „öffentlichen Mitwirkung“ detailliert informiert.
 

http://www.saelipark2020.ch